Erklärung
Zu den Quellen zählen Handelsregister, Unternehmensveröffentlichungen, Presse, Fachportale, soziale Netzwerke, Archive, Domain- und Impressumsangaben und weitere offen zugängliche Daten. OSINT ergänzt technische und wirtschaftliche Untersuchungen, indem es Personen, Unternehmen, Verbindungen und Zeitverläufe erkennbar macht.
„Öffentlich zugänglich“ heißt nicht „rechtlich frei verwendbar“. Datenschutz, Persönlichkeitsrechte, Nutzungsbedingungen von Plattformen und strafrechtliche Grenzen (etwa beim Täuschen von Zugangsbeschränkungen) sind zu beachten. Ebenso gilt: Informationen im Internet sind unvollständig, veraltet, manipuliert oder verwechselbar. Namensgleiche Personen, Fake-Profile und KI-generierte Inhalte erschweren die Zuordnung.
Professionelle OSINT-Arbeit dokumentiert Quelle, Abrufzeitpunkt und Methode, sichert Inhalte nachvollziehbar und trennt belegte Fakten von Annahmen.
Typisches Beispiel (schematisch)
Zwei Unternehmen, die in einem Vorgang auftreten, scheinen unabhängig. Eine Recherche in Registern und öffentlichen Angaben zeigt gemeinsame Adressen und Funktionsträger. Das ist ein Hinweis auf Verbindungen, aber noch kein Beleg für eine Absprache.
Bedeutung für Forensik und Ermittlungen
OSINT liefert Kontext und Ansatzpunkte, die mit Dokumenten, Zahlungsdaten und technischen Befunden abgeglichen werden. Die Aussagekraft hängt von der Verlässlichkeit der Quelle ab.
Erkennung und Prävention
Für Unternehmen: Prüfen, welche eigenen Informationen öffentlich sind, denn dieselben Daten nutzen auch Täter für Spear-Phishing.
Auch gesucht als Open Source Intelligence, Open-Source-Intelligence, Open Source Investigation, Recherche in öffentlichen Quellen, Quellenanalyse offen, Offene Quellen