Betrug und Wirtschaftskriminalität
Betrug und Wirtschaftskriminalität untersuchen
Moderne Betrugsfälle betreffen häufig mehrere Ebenen gleichzeitig: Kommunikation, IT-Systeme, Identitäten, Zahlungswege, Unternehmensstrukturen, Cloud-Systeme, interne Abläufe und externe Akteure.
Wenn Betrug digitale, wirtschaftliche und menschliche Spuren hinterlässt, hilft es, diese Spuren nicht getrennt, sondern zusammen zu betrachten. FORENSIKWERK unterstützt dabei, Betrugsverdachtsfälle und wirtschaftliche Unregelmäßigkeiten strukturiert zu untersuchen und relevante Zusammenhänge nachvollziehbar aufzubereiten.
Wann diese Leistung relevant sein kann
Typische Fragestellungen
Wie kam es zu einer Zahlung?
Eine Überweisung wurde auf Basis einer E-Mail oder eines Anrufs ausgelöst, und der Ablauf soll nachvollzogen werden.
Welcher Kommunikationsweg wurde genutzt?
E-Mail, Messenger, Telefon oder Kollaborationsplattformen: Es soll geklärt werden, wo die Täuschung ansetzte.
Welches Benutzerkonto war beteiligt?
Anmeldungen, Weiterleitungsregeln und Zugriffe sollen auf Auffälligkeiten geprüft werden.
Gab es unberechtigte Zugriffe?
Es besteht der Verdacht, dass Postfächer, Konten oder Systeme kompromittiert wurden.
Wurden E-Mails manipuliert?
Absender, Header und Inhalte einer Nachricht werden auf mögliche Fälschung oder Veränderung untersucht.
Welche Verbindungen sind relevant?
Zwischen Personen, Unternehmen und Konten sollen mögliche wirtschaftliche Zusammenhänge erkennbar werden.
Datenquellen
Datenquellen und Spuren
Typische Formen sind CEO Fraud, Business Email Compromise (BEC), Zahlungs- und Investitionsbetrug, Identitätsmissbrauch, interner Betrug oder manipulierte Kommunikation. Relevante Quellen können sein:
- E-Mail-Postfächer
- Mailheader
- Microsoft 365 und Entra ID
- Anmelde- und Zugriffsprotokolle
- Kommunikationsverläufe
- Zahlungsinformationen
- Dokumente und Verträge
- Systemlogs
- Firewall- und VPN-Logs
- Handelsregister und öffentliche Quellen
- Unternehmens- und Personenverbindungen
Je einfacher digitale Inhalte erzeugt werden können, desto wichtiger wird die Frage, was tatsächlich belegt werden kann.
Moderne Täuschung kann zusätzlich synthetische Stimmen, KI-generierte Kommunikation, manipulierte Bilder oder Dokumente, automatisiertes Spearphishing und Deepfake-Inhalte umfassen. Für eine Untersuchung sind dann auch Herkunft, Metadaten, Kontext und technische Integrität einer Spur wichtig. Eine sichere Erkennung einzelner synthetischer Inhalte kann nicht zugesagt werden.
Vorgehen
Wie eine Untersuchung ablaufen kann
- 01
Sichern
E-Mails, Konten- und Systemprotokolle sowie relevante Unterlagen werden gesichert, bevor sie sich verändern.
- 02
Analysieren
Kommunikationswege, Zugriffe, Zahlungsabläufe und Zeitpunkte werden einzeln untersucht und eingeordnet.
- 03
Zusammenführen
Technische, wirtschaftliche und kommunikative Informationen werden zu einem gemeinsamen Fallbild verbunden.
- 04
Dokumentieren
Befunde, offene Fragen und Annahmen werden getrennt voneinander und nachvollziehbar dargestellt.
Ergebnisse und Grenzen
Was daraus entstehen kann - und was nicht.
Was entstehen kann
- Rekonstruktion des Ablaufs entlang einer Timeline
- Befund zu möglichen Zugriffen, Manipulationen und Kommunikationswegen
- Darstellung von Zahlungs- und Beziehungszusammenhängen
- Hinweise auf mögliche Ansatzpunkte für weitere Schritte
- Strukturierte Dokumentation für Geschäftsleitung und Rechtsberatung
- Auf Wunsch eine gutachterliche Einordnung wirtschaftlicher Sachverhalte
Grenzen
- Eine Aufklärung oder die Ermittlung von Tätern kann nicht zugesagt werden.
- Nicht jede Spur lässt sich einer bestimmten Person zuordnen.
- Nicht jeder synthetische Inhalt lässt sich sicher als solcher identifizieren.
- Technische und wirtschaftliche Befunde ersetzen keine rechtliche Bewertung.
- Strafrechtliche Ermittlungen und Maßnahmen liegen bei den zuständigen Behörden.
Es werden keine Ergebnisse, Aufklärung, Datenwiederherstellung oder Verwertbarkeit zugesagt. Sicherung, Analyse, Befund, Interpretation, gutachterliche und rechtliche Bewertung sind getrennte Schritte.
Fachkompetenz
Welche Fachkompetenz beteiligt sein kann.
Betrugsfälle verbinden technische, wirtschaftliche und rechtliche Fragen. Die Fragestellung bestimmt das Team.
Nicht jeder Fall erfordert alle genannten Fachrichtungen. Welche Unternehmen und Spezialisten tatsächlich eingebunden werden, richtet sich nach der Fragestellung und dem konkreten Auftrag. Mehr dazu im Kompetenzverbund.
Häufige Fragen
Fragen und Antworten.
Was bedeutet Business Email Compromise?
Bei Business Email Compromise (BEC) werden E-Mail-Konten oder Absenderidentitäten missbraucht, um Zahlungen oder Datenweitergaben auszulösen. Verwandt ist CEO Fraud, bei dem sich Täter als Führungskraft ausgeben.
Welche Spuren hinterlässt ein Betrug digital?
Zum Beispiel Anmeldeereignisse, Weiterleitungsregeln, Mailheader, Zugriffsprotokolle und Zeitstempel von Zahlungen. Welche Spuren tatsächlich vorhanden sind, hängt von den eingesetzten Systemen und deren Protokollierung ab.
Kann KI-generierte Täuschung sicher erkannt werden?
Nicht in jedem Fall. Untersucht werden können unter anderem Herkunft, Metadaten, Kontext und technische Integrität einer Spur. Ein zuverlässiges Urteil über einzelne synthetische Inhalte kann nicht pauschal zugesagt werden.
Können Täter ermittelt oder Geld zurückgeholt werden?
Nein. Es geht um die strukturierte Untersuchung und Dokumentation des Sachverhalts. Ermittlungen und rechtliche Schritte liegen bei den zuständigen Behörden und bei befugten Rechtsanwälten.
Weiterführend
Verwandte Leistungen.
Wissen und Glossar zu diesem Thema
Die Fragestellung bestimmt das Team.
Schildern Sie uns kurz Ihre Situation. Ihre Angaben im Rahmen der Erstaufnahme behandeln wir vertraulich und diskret. Das erste Orientierungsgespräch ist unverbindlich.
Bitte übermitteln Sie sensible Beweismittel, Zugangsdaten oder umfangreiche personenbezogene Unterlagen erst über einen abgestimmten sicheren Übertragungsweg.