Erklärung
C2PA steht für „Coalition for Content Provenance and Authenticity“. Der gleichnamige Standard beschreibt, wie Informationen zu Herkunft und Bearbeitung eines Inhalts als sogenannte Content Credentials kryptografisch signiert und mit der Datei verbunden werden können: Welches Gerät oder Werkzeug hat den Inhalt erzeugt, welche Bearbeitungsschritte folgten, wer hat sie signiert?
Der Nutzen liegt in der Nachvollziehbarkeit. Wer eine Datei mit gültigen Angaben erhält, kann besser einschätzen, woher sie kommt. Das ist allerdings eine Aussage über Herkunft und Bearbeitung und keine über Wahrheit: Ein authentisch signiertes Foto kann eine inszenierte Szene zeigen, und ein bearbeiteter Inhalt kann eine zutreffende Aussage enthalten.
Grenzen sind die begrenzte Verbreitung, Angaben, die bei Weitergabe oder Bearbeitung verloren gehen können, und die Tatsache, dass das Fehlen von Credentials keine Aussage zur Echtheit erlaubt. Es handelt sich um einen Baustein, der andere Prüfungen ergänzt, wie Metadaten und Analyse des Kontextes.
Typisches Beispiel (schematisch)
Ein Bild trägt Content Credentials, die auf eine bestimmte Kamera und auf eine Bearbeitung mit einem KI-Werkzeug hinweisen. Die Angaben helfen bei der Einordnung, ersetzen aber nicht die Prüfung, ob die dargestellte Situation echt ist.
Bedeutung für Forensik und Ermittlungen
Herkunftsangaben sind ein weiterer Hinweis neben Dateiinformationen, Zeitstempeln und Übertragungsweg. Sie werden im Befund als Hinweis eingeordnet, nicht als Beweis für Inhalt oder Wahrheit.
Erkennung und Prävention
Unternehmen mit eigener Medienproduktion können Herkunftsangaben einsetzen, um die eigene Kommunikation nachprüfbar zu machen. Eine Prüfung eingehender Inhalte sollte nicht allein darauf beruhen.
Auch gesucht als C2PA, Content Credentials, Herkunftsnachweis digitaler Inhalte, Provenienz digitaler Inhalte, Coalition for Content Provenance and Authenticity